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Know-How

Wir schließen sie – Patient für Patient.

Published on
26.01.2026
Großer schwarzer Buchstabe M auf rotem Hintergrund.
Anton Luchner
Medperion
Geschäftsführer Medperion Österreich
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Therapieabbrüchen entgegenwirken mit gezielter Unterstützung

Von der Diagnose bis zur ersten Anwendung vergehen oft Wochen. Danach beginnt das, was auf keinem Beipackzettel steht: Alltag mit Therapie. Plötzlich wird die Küchentheke zum Infusionsplatz, der Familienkalender zum Medikationsplan, Reisepläne zur Adhärenzfrage. Wer jetzt allein bleibt, steigt aus – manchmal still, manchmal aus Angst oder Überforderung. Unser Ansatz: Wir unterstützen genau dort, wo Patient:innen es am meisten brauchen – zu Hause, mit Zeit, Empathie und handfester Fachlichkeit.

Nurse Services werden stark nachgefragt  – weil sie wirken. Vom Injektionstraining über Infusionsbegleitung bis zu komplexeren Services: Unser Ziel ist immer dasselbe – Die Lebensqualität des Patienten spürbar verbessern,  Adhärenz gewährleisten, Sicherheit erhöhen.“
Michael Weimann, Lead Patient Solutions

Was unsere Nurses konkret leisten

Vor Ort zeigen wir Schritt für Schritt, wie Therapie im echten Leben sicher funktioniert – vom Device-Handling über Injektionstechniken und Infusionsabläufe bis zu Hygiene-Routinen und typischen Fehlerquellen. Ziel ist Routine: Handgriffe werden sicher, reproduzierbar und dokumentiert.
Parallel behalten wir Nebenwirkungen im Blick: Wir erkennen und ordnen Symptome ein, deeskalieren, wenn nötig, und arbeiten entlang klar definierter Beobachtungs- und Eskalationspfade – inklusive strukturierter Rückmeldung an behandelnde Ärzt:innen. So entsteht Sicherheit, und Therapieabbrüche werden vermieden.
Weil das Leben nicht nach Lehrbuch läuft, integrieren wir die Therapie in Schichtdienst, Familie und Mobilität: Aufbewahrung, Kühlkette, Reise-Checklisten, Reminder – pragmatisch und an jeden einzelen Patienten angepasst.
Aufklärung ist mehr als Information: Wir erklären so, dass Patient:innen handeln können – verständlich, zugewandt, entlastend. Angehörige werden einbezogen, ohne zu „Co-Therapeut:innen wider Willen“ zu werden.
Und alles ist nachvollziehbar: Jede Maßnahme, jeder Hinweis, jede Beobachtung wird strukturiert dokumentiert – auditierbar und mit Mehrwert für alle Beteiligten. Dokumentation wird so zur gemeinsamen Lernkurve von Patient:in, Praxis und Betreuung.

Unsere Aufgabe ist es, Komplexität durch Nähe zu ersetzen. Wir bringen Struktur in ungewohnte Abläufe – respektvoll und immer mit Blick auf das Leben der Patient:innen.“
Hannes Prüßner, Operations Manager 

Warum „zuhause“ der klinisch relevanteste Ort ist

Im häuslichen Setting entscheidet sich, ob eine Therapie tragfähig ist. Gibt es Platz, Licht, Ruhe? Wer hilft wirklich – und wann? Welcher Schritt scheitert im Alltag, obwohl er „in der Theorie“ saß? Unsere Nurses sehen, was Fragebögen nicht erfassen. Sie übersetzen Verordnung in gelebte Praxis – und erkennen kleine Signale, die große Komplikationen verhindern.

Besonders wirkungsvoll bei:

  • Seltenen & komplexen Indikationen (hoher Informationsbedarf, fragile Pfade)
  • Chronischen Erkrankungen & Geriatrie (Prävention, Selbstständigkeit, Anti-Isolation)
  • Familien mit hoher Care-Last (Anleitung, Entlastung, verlässliche Ansprechpersonen)

Qualität, die man prüfen kann

Qualität ist bei uns kein Schlagwort, sondern Halt für Menschen, die sich auf uns verlassen. Deshalb arbeiten wir SOP-geführt, dokumentieren jeden Schritt und benennen Verantwortlichkeiten eindeutig – damit Versorgung nicht nur gut ist, sondern jederzeit nachvollziehbar.
Compliance ist kein „Extra“, sondern Betriebssystem: freie Apothekenwahl, DSGVO-konforme Einwilligungen, PV-/QM-konforme Meldestrukturen und transparente Informationswege werden strikt eingehalten und im Prozess abgebildet.
Und weil Vertrauen Daten braucht, messen wir, was zählt: Schulungs-Recall, Adhärenz-KPI, Reaktions- und Interventionszeiten sowie patientenrelevante Outcomes – Qualität, die man nicht nur fühlt, sondern belegen kann.

Was unsere Auftraggeber 2025 berichten (anonymisierte Befragung)

  • Zufriedenheit: 100 % der befragten Auftraggeber bewerten unseren Nurse Service positiv 
  • Weiterempfehlung: 100 % würden uns empfehlen. 
  • „Geld wert“ & Performance: 100 % bestätigen den erlebten Gegenwert der Dienstleistung; 100 % erleben Engagement, Lösungsorientierung, schnelle und wirksame Bearbeitung von Anliegen.
  • Früherkennung von Risiken: 100 % sehen Probleme und Risiken frühzeitig erkannt. 
  • Digital-Weiterentwicklung: Zwei Drittel attestieren uns eine ausgeprägte Wahrnehmung für digitale Weiterentwicklung – Feedback, das wir aktiv in Roadmaps überführen. 

Delegierbar – aber nicht beliebig

Leistungen können – wo fachlich und rechtlich vorgesehen – in ärztlicher Delegation erfolgen: definierte Infusionsgaben, IV-Injektionen, Monitoring von Vitalparametern, strukturierte Nebenwirkungsbeobachtung. Entscheidendes Prinzip: Unsere Nurses handeln innerhalb klarer Protokolle, mit dokumentierten Eskalationspfaden, in enger Abstimmung mit Ärzt:innen. Sicherheit für Patient:innen, Behandelnde und Auftraggeber.

Tandem statt Silos: Nähe am Telefon, Kompetenz vor Ort

Versorgung ist Teamarbeit. Wo sinnvoll, koppeln wir telefonische Begleitung und Vor-Ort-Einsätze: erst klären, strukturieren, besprechen – dann gezielt besuchen, anleiten, festigen. Diese Tandem-Logik beschleunigt Lernkurven, reduziert Leerlauf und setzt Ressourcen dort ein, wo sie den größten Effekt haben: am Menschen.

Was Patient:innen wirklich spüren

Wenn unsere Nurses an der Seite der Patient:innen starten, legen sie den Kurs für die folgenden Monate: Angst sinkt, Fehler seltener – Vertrauen wächst. Aus Unsicherheit wird Routine, aus Routine Stabilität. Therapie hält dann, wenn sie verstanden und als machbar erlebt wird: Wir erklären verständlich, zeigen Schritt für Schritt und begleiten verlässlich, damit Patient:innen wissen, was sie tun, warum es wirkt und wie sie mit Hürden umgehen. Dabei bleibt Würde der Maßstab: Wir geben Zeit, hören zu und lassen echte Fragen zu – dort, wo das Leben stattfindet, zu Hause. So behalten Patient:innen ihre Selbstständigkeit, gestalten ihren Alltag mit der Therapie selbstbestimmt und erleben Versorgung als Unterstützung, nicht als Belastung.

Patientenstimme:
„Trotz meiner komplexen Erkrankung war Urlaub möglich – und dank der perfekt organisierten Infusion vor Ort sogar unbeschwert. Alles lief ruhig, kompetent und freundlich ab. Meine Energietanks sind wieder voll – und Wandern in in den Bergen ist für mich die beste Medizin.
K. H. aus W.

Was Ärzt:innen und Pflegende wirklich entlastet

Delegierbare Anteile sind bei uns verlässlich organisiert: Schulungen, Anwendungen und standardisierte Beobachtungen laufen nach klaren Protokollen, werden lückenlos dokumentiert und strukturiert an die behandelnden Ärzt:innen rückgemeldet. So erkennen wir frühe Warnsignale rechtzeitig – kleine Probleme bleiben klein, ungeplante Komplikationen werden seltener. Das entlastet die Praxen spürbar: mehr Zeit für das, was nur Ärzt:innen können – fundierte Diagnostik, komplexe Entscheidungen und gezielte Therapieanpassungen.

Wir messen, weil wir Wirkung zeigen wollen. Prozesse sind bei uns Mittel zum Zweck: Sie schützen, strukturieren – und geben den Menschen Zeit miteinander.“
Michael Weimann

Ein Tag, der vieles ändert – eine reale Szene

Erster Therapietag, zittrige Hände, drei Zettel, eine Frage: „Und wenn ich etwas falsch mache?“ Unsere Nurse sortiert, erklärt, macht vor, lässt machen. Sie zeigt die kleine Markierung am Device, den Griff, der Spritzenbruch verhindert, den Timer-Trick, der Ruhe gibt. Als die Infusion läuft, atmet jemand zum ersten Mal seit Tagen durch. Das ist kein Aha-Moment. Das ist bedarfsgerechte Versorgung.

Grenzen, die schützen

Nurses ersetzen keine Ärzt:innen. Sie verstärken. Sie eskalieren, wenn es nötig ist; sie halten aus, wenn es hilft; sie sagen Nein, wenn Sicherheit vor Tempo geht. Gute Pflege braucht Haltung – fachlich, menschlich, ethisch.

Profession heißt für uns: Nähe mit Distanz, Empathie mit Klarheit, Engagement mit Grenzen. Das ist anspruchsvoll – und genau deshalb wichtig.“
Hannes Prüßner

Interview – Anton Luchner, Management Board Medperion Austria

Frage 1: Wo sehen Sie den größten Hebel von Nurses im häuslichen Umfeld – klinisch und menschlich?
Luchner: Der größte Hebel liegt im Übergang – von der Verordnung in den Alltag. Klinisch geht es um sichere Anwendung und frühzeitiges Erkennen von Warnsignalen; menschlich geht es um Reduktion von Angst und Unsicherheit sowie  Handlungsfähigkeit. Wenn Patient:innen wissen, „Ich kann das“, kippt Unsicherheit in Selbstwirksamkeit. Genau dort verändert sich der Verlauf – oft leiser, als jede Studie abbilden kann, aber hochrelevant.

Frage 2: Welche Qualitätskriterien sind unverhandelbar?
Luchner: Prozesse, Supervision, lückenlose Dokumentation, klare Eskalationspfade. Compliance ist keine Fußnote, sondern Betriebssystem: DSGVO, Pharmakovigilanz, Qualitätsmanagement – inklusive Sicherstellung der freien Apothekenwahl. Und: kontinuierliche Qualifizierung – Skills veralten, Haltung nicht. Beides sichern wir ab.

Frage 3: Wie gelingt die Integration mit Ärzt:innen, ohne Reibung zu erzeugen?
Luchner: Durch klare Rollen, strukturierte Rückmeldungen und Verlässlichkeit. Wir arbeiten delegationsfähig – mit präziser Protokollierung. Ärzt:innen entscheiden, wir bereiten vor, führen aus, spiegeln zurück. Kein Wettbewerb, sondern Verstärkung.

Frage 4: Was bedeutet „Erfolg“ – und wie machen Sie ihn messbar?
Luchner: Erfolg ist, wenn Therapie im Leben ankommt. Messbar an Adhärenz, Schulungs-Recall, Zeit bis zur sicheren Selbstanwendung, weniger ungeplanten Arztkontakten und patientenrelevanten Outcomes. Und qualitativ an Sätzen wie: „Jetzt traue ich mich.

Am Ende geht es um Haltung

Unser Nurse Service ist kein „nice to have“. Er ist eine Zusage: Wir lassen Patient:innen nicht allein – nicht mit Spritzen, nicht mit Nebenwirkungen, nicht mit ihren Fragen. Wir arbeiten strukturiert, auditierbar, compliance-konform. Und wir glauben daran, dass echte Versorgung zwischen zwei Terminen entsteht. Wer das Dazwischen stärkt, stärkt das Ganze.

Kurz gesagt:
Nurses machen Versorgung verlässlich – für Patient:innen, Angehörige und Behandelnde. Mit Zeit, Kompetenz und Respekt. Mit Strukturen, die tragen. Und mit dem Ziel, Gesundheit nicht nur zu verordnen, sondern im Alltag möglich zu machen.

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