Seltene Erkrankungen sind längst kein Randthema mehr. Sie sind eine der größten ungenutzten Potenzialeim Healthcare-System – medizinisch wie wirtschaftlich. Tausende Betroffene bleiben über Jahre unerkannt,erhalten falsche Diagnosen oder erreichen ihre Therapie viel zu spät. Für Pharmaunternehmen bedeutet das:Der entscheidende Erfolgsfaktor liegt nicht mehr nur im Produkt, sondern darin, ob Patient:innen überhauptgefunden werden. Patient Finding ist damit kein Nice-to-have mehr, sondern ein zentraler Wachstumstreiber.
Das eigentliche Problem: Patient:innen sind da –aber niemand sieht sie
Seltene Erkrankungen sind schwer zu erkennen, aber das ist nurein Teil der Wahrheit. Die Realität im Versorgungssystem zeigt einanderes Bild: Ärzt:innen haben wenig Zeit, seltene Indikationensind nicht präsent und Diagnoseprozesse ziehen sich über Jahre. DasErgebnis ist ein systemisches Blindspot-Problem. Patient:innenexistieren, durchlaufen das System und bleiben trotzdem unsichtbar. Für Pharma bedeutet das konkret: Marktpotenziale bleibenliegen, Therapien erreichen ihre Zielgruppe zu spät und Wachstumschancen werden nicht ausgeschöpft.
Reichweite ist tot. Relevanz entscheidet.
Klassisches Marketing stößt bei Rare Diseases schnell an seineGrenzen. Breite Kampagnen erzeugen zwar Sichtbarkeit, aber keineentscheidende Wirkung. Die Zielgruppen sind zu klein, zu spezifischund zu fragmentiert. Es geht nicht mehr darum, möglichst viele zuerreichen, sondern die Richtigen zu finden. Die Spielregeln habensich verändert: Nicht Reichweite gewinnt, sondern Präzision.
Wer Patienten nicht findet, verliert den Markt
Patient Finding ist kein einzelner Prozess, sondern ein Zusammenspiel mehrerer Hebel. Am Anfang steht die Identifikation: DigitaleDaten, Communities und Verhaltensmuster ermöglichen eine präzise Eingrenzung von Zielgruppen. Darauf folgt die Aufklärung: Vieleseltene Erkrankungen bleiben unerkannt, weil das Wissen fehlt.Gezielte Information beschleunigt Diagnosen und verkürzt den Wegzur Therapie. Schließlich entscheidet die Begleitung über den langfristigen Erfolg. Ohne strukturierte Unterstützung brechen Therapien ab und Patient:innen gehen verloren. Erst das Zusammenspielaller Ebenen erzeugt echte Wirkung und sorgt – und das ist am Endedas Ziel – für eine optimale Versorgung.
Kein Marketing-, sondern ein Business-Thema
Patient Finding wird häufig als Kommunikationsaufgabe verstanden.Tatsächlich ist es ein strategisches Thema, das Medical, Marketing,Vertrieb und Versorgung verbindet. Unternehmen, die diese Bereiche zusammenführen, erzielen messbare Effekte: schnellere Diagnosen, frühere Therapieeinleitungen und eine bessere Ausschöpfung des Marktpotenzials. Durch gezieltes und effizientes PatientFinding können wir als Medperion Communication die Identifikationmaßgeblich beschleunigen und den Betroffenen schneller Zugangzu den benötigten Behandlungen ermöglichen.
Einzelmaßnahmen bringen nichts – Systemegewinnen
Der größte Fehler liegt darin, Patient Finding isoliert zu denken.Einzelne Kampagnen verpuffen, wenn sie nicht in eine übergreifendeStrategie eingebettet sind. Erfolgreiche Ansätze verbinden Daten,Kommunikation und Versorgung zu einem integrierten Modell undsetzen entlang der gesamten Patient Journey an. Erst dadurch entsteht nachhaltige Markterschließung.
Fazit: Wer jetzt nicht umdenkt, verliert Anschluss
Rare Diseases verändern die Spielregeln im Pharma-Markt grundlegend. Es reicht nicht mehr, auf Nachfrage zu reagieren. Nachfragemuss aktiv identifiziert, entwickelt und begleitet werden. PatientFinding wird damit zur entscheidenden Fähigkeit für Unternehmen,die in diesem Umfeld erfolgreich sein wollen. Wer früh investiert,sichert sich Wettbewerbsvorteile und verbessert gleichzeitig die Versorgung der Patient:innen.
Was jetzt konkret zu tun ist
- Patientenpotenziale systematisch analysieren und sichtbarmachen
- Diagnosewege und Patient Journeys verstehen
- Awareness gezielt und wissenschaftlich fundiert aufbauen
- Kommunikation entlang relevanter Kontaktpunkte steuern
- Unterstützungsangebote frühzeitig integrieren




